Nachdem
Karate im Jahr 1957 durch den Schriftsteller Jürgen Seydel nach
Deutschland kam, führte Bernd Schäfer diese Sportart 1966 in
Hildesheim ein. Er ist das letzte noch aktive Gründungsmitglied
des Karate Dojo Hildesheim e.V. und seine Karatebiografie ist
untrennbar mit der Geschichte des Karatesports in Hildesheim verbunden.
Er ist und bleibt die Seele des Hildesheimer Karate-Vereins.
Bernd trainierte
bei verschiedenen Karatepionieren Deutschlands und den hochgraduierten
Instruktoren aus Japan um sich auf seine erste Schwarzgurtprüfung vorzubereiten
und die Mitglieder seines Vereins qualifiziert zu
trainieren.
Meisterschaften waren damals nicht sein Hauptziel und daher
beschränken sich seine sportlichen Erfolge auf eine Landesvizemeisterschaft mit
folgenden Mitstreitern: Polivka, Schaper, Schäfer, Herzmann, Möllring (heute
Nds. Finanzminister!) . Bernd konzentrierte sich auf das Training des
Nachwuchses und verzeichnete noch diverse Trainererfolge. Verstärkt wurde er
1980 durch Dieter Mansky (damals 3. Dan), der
für den weiteren Aufstieg des Dojo´s sorgte. Viele Siege der Mitglieder auf
Landes- und Deutschen Meisterschaften in Kumite und Kata zeugen von der Qualität
der Trainer und Sportler des Vereins.
Durch Unstimmigkeiten im Verein
gründeten Dieter und Bernd 1986 mit dem Großteil der Mitglieder ein eigenes
Dojo, das den Namen "Shotokan Hildesheim e.V." erhielt. Nachdem in den folgenden
Jahren mehrere Mitglieder und Trainer in den neuen Verein wechselten, wurde das
"alte" Karate-Dojo Hildesheim e.V. im Jahr 2001 aufgelöst. Der neue Verein
knüpfte nahtlos an die Erfolge des Ursprungsdojo´s an und war bis zur Auflösung
der Bundesligawettkämpfe in Deutschland auch in dieser hohen Klasse vertreten.
Insgesamt wurden fast 100 Landes- und Vizemeistertitel erreicht. Auch
auf den Deutschen Meisterschaften brauchten sich die Hildesheimer nicht zu
verstecken und wurden zweimal Deutsche Meister und einmal
Vizemeister.
Mittlerweile
hat der Verein 250 Mitglieder, von denen über 25 Träger des
schwarzen Gürtels sind. Die höchsten Graduierungen besitzen
Dieter Mansky (7. Dan) und Bernd Schäfer, Frank Stolze, Aytekin
Azakli (alle 4.Dan).
Die Hauptaufgabe des
Vereins besteht aus der Förderung des Breitensports (JEDER kann Karate lernen!)
und der Einbeziehung "reifer Erwachsener" (ab 30 Jahren) in den
Karatesport.